Mit Beginn des Schuljahres 2021/22 setzen wir die beliebte Online-Diskussionsreihe fort und kommen miteinander ins Gespräch darüber, was, wie und wodurch sich Schule entwickelt. 

Schule bewegt viele Menschen: Lehrkräfte, Kinder, Eltern, Schulleitungen, Träger unterschiedlicher Projekte für Schulen oder auch Vertreterinnen und Vertreter der Schulsozialarbeit oder aus der Stadtverwaltung. 

Der Auftakt der Reihe mit insgesamt zehn Veranstaltungen zwischen Januar und März 2021 hat gezeigt, dass die Gesprächsrunden für die über 200 Teilnehmenden ein attraktives Angebot sind. 

Ursprünglich unter den Bedingungen der Pandemiesituation entwickelt, soll die Dialogreihe zukünftig auch unabhängig von den äußeren Umständen als Online-Angebot Bestand haben. Hier können wir unkompliziert und von jedem beliebigen Ort in den Austausch treten. 

Welche Themen werden diskutiert? 

Die Antwort auf diese Frage liegt in den Schulen selbst. Gemeinsam mit anderen Interessierten haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kickoff-Veranstaltung am 13.07.21 bestimmt, worüber wir mit Beginn des neuen Schuljahres einmal im Monat diskutieren, was die drängenden Themen an Schule, was genaue Problemlagen oder Herausforderungen sind.  

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Nächstes Dialog-Forum

Bildung und Beruf – Berufsorientierung

Berufsorientierung ist in allen sächsischen Schulen fester curricularer Bestandteil. Vielerorts gibt es dennoch unterschiedliche Herausforderungen: Geht Schule allzu oft an der zukünftigen Lebenswelt von Schülerinnen und Schülern vorbei? Wie erreichen wir die Jugendlichen mit dem Thema „Berufsorientierung“? Wie gelingt es „Berufe an Schule“ zu bringen, ohne die Schule zur Arbeitswelt zu machen, ohne Effizienzdenken? Welche Erfahrungen gibt es in der Zusammenarbeit mit Universitäten, Unternehmen, Eltern, u.a.?

Die Diskussion will gemeinsame Strategien und Bestpractise-Beispiele diskutieren und dabei mit vielen verschiedenen Akteuren aus unterschiedlichen Perspektiven zum Thema ins Gespräch kommen.

Zukünftige

BNE – wie gestalten wir Schule nachhaltig?

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) meint eine Bildung, die Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigt. Sie ermöglicht jedem Einzelnen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen.” – so nachzulesen auf dem BNE-Portal des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Die sächsische Landesstrategie BNE wurde am 22. Januar 2019 verabschiedet. Ebenfalls seit Januar 2019 ist BNE als überfachliches Ziel definiert. Die Ziele sind klar, die sächsischen Lehrpläne überarbeitet, es gibt breite und vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten diese Ziele zu realisieren. Gleichzeitig ist beobachtbar, dass das Thema häufig als zusätzliche Aufgabe wahrgenommen wird und vom Engagement Einzelner an Schule abhängig ist. Vielerorts ist vernehmbar: “BNE? Das können wir nicht auch noch machen?”.

Stimmt dieses Bild? Wenn ja: wie kann Bildung für nachhaltige Entwicklung in Schule gestaltet werden?

Lehrplan: Wer bestimmt, was wir lernen?

Lehrpläne sind der Rahmen dafür, was in der Schule gelernt wird. „Schulische Bildung soll zur Entfaltung der Persönlichkeit in der Gemeinschaft beitragen“ heißt es im sächsischen Schulgesetz. Insbesondere für Schülerinnen und Schüler stellen sich hier bedeutsame Fragen: Wie entstehen Lehrpläne? Wann werden Lehrpläne überarbeitet und, braucht es nicht eine permanente Veränderung, um für die Herausforderungen der Zukunft fit zu sein? Wie offen sind Lehrpläne? Solche und andere Fragen entstehen nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund individueller Erfahrungen: Schülerinnen und Schüler müssen alles wissen und können, individuelle Interessen und Lernwege haben wenig Platz. Noten sagen häufig nicht aus, was an Leistung, Motivation und Engagement dahinter ist. Benotung behindert das Schaffen von angstfreien Lernräumen. Eine gute Feedbackkultur an Schule kann auch sinnstiftend sein!?

Sind partizipative Lehrplanentwicklung und Unterrichtsgestaltung der Schlüssel für gute Bildung in einem demokratischen Gemeinwesen?

Wir können helfen! Was leisten Schulfördervereine?

Kita- und Schulfördervereine sind ein verlässlicher Partner in der Weiterentwicklung des vorschulischen und schulischen Bildungsbereichs. In Sachsen gibt es an die 1.000 Schulfördervereine. Deren Zweck und wie sie Schule bei der Erfüllung ihrer Aufgaben unterstützen, ist nicht jedem bekannt. Gemein ist, dass sich hier Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, ehemalige Schülerinnen und Schüler und Bürgerinnen und Bürger aus dem Umfeld der Schule ehrenamtlich engagieren. Zu diesem Thema wollen wir gern in die Praxis der sächsischen Schulfördervereine eintauchen, denn diese erfüllen eine wichtige Funktion im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements und bei der Vernetzung im Bildungsbereich.

Ermöglicht werden sollen Erfahrungsaustausch und Praxistransfer. Wir freuen uns über zahlreiche engagierte Menschen sowie wissbegierige Teilnehmende.

SCHÜLER:INNEN-BeTEILigung

Wie demokratisch kann/darf Schule sein? Was hat das mit den Lehrkräften zu tun und deren Beteiligung? Die Demokratiebildung an Schule erfolgt durch vielfältige Methoden im Unterricht, aber auch dadurch, dass Schule erlebbar gestaltet und allen Schülerinnen und Schülern eine aktive Beteiligung am Schulalltag, auch an der Unterrichtsgestaltung! ermöglicht wird.

Schülervertretungen sind ein wichtiger Ausgangspunkt für die Mitwirkung von Schülerinnen und Schülern. Sie sind gesetzlich beauftragt und eröffnen jungen Menschen die Möglichkeit, ihren Schulalltag aktiv mitzugestalten, ihre Interessen und Ideen einzubringen und demokratische Mitbestimmung real zu erproben und zu lernen. Doch wie kann dies in der Schulpraxis gelingen? Welche Rahmenbedingungen brauchen Schülerinnen und Schüler, um sich gut beteiligen zu können und welche Themen beschäftigen sie?

Wir freuen uns über einen interessanten Austausch mit allen an Schule Beteiligten. Insbesondere mit Schülerinnen und Schülern.

Vergangene Foren

Bildungsgerechtigkeit

Ein Begriff in aller Munde – Bildungsgerechtigkeit. Doch was genau damit gemeint ist und, wie sie sich in Schule realisieren lässt, bleibt unklar. Was ist Gerechtigkeit und Chancengerechtigkeit in der Bildung? Bieten staatliche Internate gleiche Chancen für alle auf gute Bildung? Wie kann es gelingen, das Gefälle zwischen Stadt und Land oder reichen und armen Elternhäusern auszugleichen? Wie kann Kommunikation zwischen Verantwortungsträgern positiv gestaltet werden? Wie können vielfältige Schulformen erhalten werden für einen konstruktiven Umgang mit Heterogenität? Dabei sollten verschiedene Verantwortungsträger, auch die Verwaltung, in den Prozess einbezogen werden. Externe Bildungspartnerinnen und -partner können dabei genau wie digital gestützte Kommunikation Hilfsangebote machen. Ebenso braucht es geeignete Modellprojekte, die in multiprofessionellen Teams zeigen, dass Bildungserfolg keineswegs vom Elternhaus abhängen muss und darf.

Alles digital – fit für das 21. Jahrhundert?

Digitale Kompetenzen sind die Zukunftskompetenzen, welche zunehmend für gesellschaftliche Teilhabe und Berufschancen ausschlaggebend sind. Doch reicht es aus, allein digitale Tools in der Unterrichtsgestaltung einzuführen oder braucht es gar mehr damit neben dem Erleben von Tools auch die Kompetenz sich entwickelt? Auch zeigt sich nach anderthalb Jahren Corona-Pandemie, dass sich nicht alle Lehrinhalte für den digitalen Raum anbieten.

Was braucht es möglicherweise noch, um junge Menschen auf die „Welt von morgen“ vorzubereiten? Folgende Fragen sind wichtig in der Diskussion: Wann ist der Einsatz digitaler Medien sinnvoll, wann braucht es weiterhin analoge Formen? Was braucht es, junge Menschen zu nachhaltigem Denken zu befähigen und zum verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen zu inspirieren? Welche Strukturen im Schulalltag können das Entwickeln von nachhaltigem Denken und Eigenverantwortung fördern (oder behindern)?

Wie viel religiöse Bildung brauchen wir in Schule?

Religiöse Bildung braucht es an allen Schulen und Unterrichtsfächern? Um im Dialog zwischen Menschen, Religionen und Konfessionen zu bleiben, brauchen wir als Menschen Wissen, Offenheit und Respekt. Diese Freiheit gilt es, als gesamtgesellschaftliche Aufgabe besonders auch in der Schule zu bewahren und zu entwickeln. Es ist wichtig und notwendig, Sensibilität und Offenheit für die religiösen und weltanschaulichen Fragen von Kindern und Jugendlichen zu entwickeln, und religiöse Bildung als Teil des professionellen Handelns unter Berücksichtigung der schulischen Rahmenbedingungen aktiv wahrzunehmen. Religiöse Bildung trägt zu einer positiven Fehlerkultur bei und dazu, dass es in der Schule nicht nur um Bewertung, sondern um ganzheitliches Lernen, geht: Fragen dürfen, nicht können müssen. Es genügt einfach nicht, Kindern Lesen und Schreiben beizubringen. Wir sind ihnen auch den Reichtum an Gesten und Formen religiösen Lebens schuldig (OLKR B. Pilz).

Vielfalt macht Schule – Hilfe, alle sind anders!

Kinder und Jugendliche brauchen Schulen, an denen sie mit ihren unterschiedlichen Erfahrungen, Hintergründen und Interessen im Mittelpunkt stehen. Was verstehen wir unter Vielfalt und Diversität im Kontext Schule? Wie sieht ein Schulumfeld aus, in dem Menschen verschiedener Herkunft, Lebenssituation und Identität gut miteinander lernen, lehren und leben können? Wie kann sich Schule zu einem Ort entwickeln, in dem Diskriminierungen erkannt, ernstgenommen und abgebaut werden? 

Was benötigen Lehrkräfte, Schulleitungen, pädagogische Mitarbeitende, Akteure der Lehrkräftebildung und Bildungsverwaltung sowie Schülerinnen und Schüler, um diese Herausforderungen zu bewältigen? Welche Konzepte und Ideen gibt es konkret für Schule? Muss Schule vielleicht insgesamt neu gedacht werden, da Vielfalt in Schule längst Realität ist. 

 Alle Termine, Hinweise zur Anmeldung und weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Homepage 

Politische Bildung – zwischen Courage und Ignoranz

Politische Bildung soll Wissen und Kompetenzen vermitteln, mit denen sich Menschen ein eigenes Urteil bilden und selbstbestimmt Entscheidungen fällen können. Sie ist in Deutschland unparteiisch, aber nicht wertfrei. Grundlage ist das Werte- und Demokratieverständnis der freiheitlich demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes. Politische Bildung soll gerade dort ansetzen, wo der Zusammenhalt der Gesellschaft in der freiheitlichen Demokratie gefährdet ist. Wie muss politische Bildung an den Schulen überfachlich und gemeinsam mit außerschulischen Partner*innen aussehen? Wie kann dies im Kontext Schule von allen beteiligten Akteuren gelingen? Vor welchen Herausforderungen stehen Akteure an Schule, wenn sie politische Bildung praktizieren? Wie müssen Lernprozesse gestaltet sein, dass den Kindern/Jugendlichen, Lehrkräften und auch Eltern „echte“ Beteiligung an schulischen Prozessen ermöglicht wird?

Alle Termine, Hinweise zur Anmeldung und weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Homepage

Kick-Off Dialogforum WAS. SCHULE. BEWEGT.

Mit dem Diskussionsformat werden verschiedene an und mit Schule Beteiligte ins Gespräch kommen, zu aktuellen Themen politischer Bildung sowie zu aktuellen bildungspolitischen Fragen. Thematisch ist die Reihe interaktiv angelegt, orientiert sich insbesondere an den Bedarfen der Teilnehmenden. Zur Kick-off-Veranstaltung wollen wir gemeinsam mit Ihnen die Themenschwerpunkte für die 10-teilige Reihe identifizieren. Über welche Themen möchten Sie sprechen? Welche wichtigen Punkte bewegen Sie? Worüber wollen wir uns gemeinsam austauschen? Wir bitten Sie, Ihre Themenvorschläge hier zu veröffentlichen. Gemeinsam wollen wir am 13. Juli 2021 im Format eines Barcamps die Themen und Fragen andiskutieren und später vertiefen.

Wir bitten Sie, Ihre Themenvorschläge hier zu veröffentlichen. Gemeinsam wollen wir am 13. Juli 2021 im Format eines Barcamps die Themen und Fragen andiskutieren und später vertiefen.